ESV Bad Honnef

 Fahrradtour 2013 – die „Tour der Pannen“

… es war der (Regen-)Wurm drin!

 

In diesem Jahr fiel der Tag der deutschen Einheit für die Radfahrer des ESV mal wieder günstig auf einen Donnerstag, sodass wir uns am 3.10. morgens um 7.30 Uhr am Parkplatz Menzenberger Straße trafen, von wo die diesjährige Fahrradtour startete. Die Strecke führte von Siegen Bahnhof aus überwiegend an der Sieg entlang über Wissen und Hennef nach Bad Honnef zurück – von den überhaupt nicht anstrengenden Berg-Etappen dazwischen und den leider häufig sehr nah am Autoverkehr entlang führenden Radwegen mal abgesehen.

 

Mit insgesamt 21 Mitgliedern und Freunden des ESV – davon 16 Radfahrer und 5 Begleitpersonen – fuhren wir zunächst mit Zug bzw. PKW Richtung Siegen. Bei zwar noch recht frischen Temperaturen aber (noch) herrlichstem Sonnenschein, trafen wir gegen 10.00 Uhr am Startbahnhof ein und konnten nach einer kurzen Stärkung aus einem bekannten amerikanischen Schnellrestaurant auch bald die Klänge des „Böhmerwaldes“ vernehmen und endlich in die ersten knapp 40 km dieser Tour starten. Leider kamen wir nicht allzu weit, denn bereits nach wenigen Metern gab es die erste Panne. Unserem Touranführer war die Kette abgesprungen. Nach zwei weiteren Pannen –  und diesmal waren es „echte“ platte Reifen – und dementsprechenden Zwangspausen wegen Schlauchwechsels, kamen wir am späten Nachmittag bei unserer ersten Unterkunft, dem „Nassauer Hof“ in Wissen, an.

 

Nach getaner Arbeit am ersten Tag, saßen wir noch eine Weile in geselliger Runde bei einem Bierchen zusammen und genossen die letzten Sonnenstrahlen des Wochenendes, woran zu diesem Zeitpunkt allerdings noch niemand wirklich dachte. Im „Garten Wissen“, einem sehr nett hergerichteten großen Garten mit vielen kleinen Pavillons und Ecken, wo man gemütlich sitzen konnte, gab es dann Abendessen. Hier hatte Peter für die Gruppe zwei nebeneinander liegende Pavillons reserviert, wo wir uns am Buffet selbst Essen aussuchen konnten – herzlichen Dank an Peter fürs Reservieren und die schöne Idee. Da der Garten leider schon beizeiten schloss, beschlossen wir an der Hotelbar noch ein paar Bierchen und Kaltgetränke zu uns zu nehmen. Die Rechnung hatten wir jedoch ohne den Wirt gemacht, denn dieser hatte um 19.30 Uhr den „Laden“ schon zu gemacht. Also zogen wir weiter Richtung Wissen City, wo wir eine nette griechische Raucherkneipe (in RLP gibt es so etwas noch) fanden und dort von der Wirtin herzlich empfangen wurden. Bei dem Umsatz den wir ihr mit unserer Gruppe bescheren würden, war dies ja wohl auch selbstverständlich. Bereits nach kurzer Zeit hatte Dagmar entschieden, sie sei „der Mann“ und forderte kurzerhand die völlig verdutzte Inge zu einem Disco-Fox auf. Kurze Zeit später hatte auch ein Stammgast, der vielleicht gerade einmal 1,50 m Körperlänge besaß, seine Freude an der lieben Dagmar gefunden, sodass sie gar nicht mehr aus dem Tanzen heraus kam. Dies, aber vermutlich auch die Runde Schnäpse, die Hedwig netterweise auf ihren Geburtstag ausgab, trug dazu bei, dass die Stimmung an diesem Abend wieder einmal klasse war.

 

Nach einem guten Frühstück, ging es am Freitagmorgen gegen 09.30 Uhr für die Radler weiter. Das Tagesziel Hennef lag ca. 60 km von Wissen entfernt und begann mit einer etwa 1,9 km langen Berg-Etappe. Diese setzten von vornherein 3 Radfahrer aus und stießen nach der ersten Pause wieder zu den Radlern dazu. Leider setzte im Laufe des Freitagvormittags der Regen ein und auch die Pannenserie riss nicht ab. Tagesbilanz: 1x abgesprungene Kette, 1x Ei im Hinterrad, mind. 1x platten Reifen inkl. Schlauchwechsel, 2 kleinere, zum Glück für Fahrer und Rad schadenfreie Stürze wegen nasser Fahrbahn  und 1x Speichenbruch, was den Radfahrer zum Abbruch der Tour zwang.

Trotz aller Pannen und einiger Regenschauern, erreichten wir alle körperlich unversehrt, aber doch erschöpft das Tagesziel – Hotel „Stadt Hennef“. Den Abend ließen wir im hoteleigenen Restaurant mit leckerem und reichhaltigem, jugoslawischen Essen ausklingen, wo für jeden Geschmack etwas dabei war.

 

Der dritte und letzte Tag führte die Truppe von Hennef weiter an der Sieg entlang zurück nach Bad Honnef. Auch an diesem Morgen hingen dicke Regenwolken am Himmel und kaum saßen wir auf dem Sattel, fing es wieder zu regnen an. Allerdings schien uns zunächst wenigstens das Pannen-Pech der Vortage nicht zu ereilen, bis es kurz vor Königswinter doch noch einmal jemanden mit einem Platten erwischt hatte. Da das Schlauch-Wechseln inzwischen ja schon beinah zur Routine geworden war, konnten wir nach einer kurzen Pause Richtung Bad Honnef weiterfahren. Auf den letzten Kilometern lief alles rund, sodass wir am frühen Nachmittag das Endziel – den Garten der Familie Roeder – erreichen konnten. Hier gab es zum Abschluss der „Tour der Pannen 2013“ für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch leckere Grillwürstchen, Salate und Kuchen.

 

Ein herzliches Dankeschön gilt den Tourplanern Willi Heitmann, Ralf Roeder und Armin Stang, die die Vorbereitung, Planung und Logistik der gesamten Tour übernommen haben. Es war wie immer eine sehr gelungene Tour mit schönen Unterkünften, gutem Essen und vor allem mit viel Spaß, der uns trotz aller Pannen und dem Regen nicht vergangen ist.

 

Ebenso ein besonderes Dankeschön an Regina und Heinz Hornig sowie Detlef Preuße für die Unterstützung, Verpflegung und Betreuung während und vor der Tour, an Hans Olbrück und Rudi Haack für die alljährliche Bereitstellung ihres Fuhrparks, ohne den die lückenlose Versorgung und Logistik unserer Touren unterwegs nicht möglich wäre, an Familie Roeder für das spontane „Zur-Verfügung-Stellen“ ihres Gartens und natürlich auch an die Tour-Teilnehmer, die mit einem Salat, Kuchen o. ä. zum leiblichen Wohl beigetragen haben. Wir freuen uns aufs nächste Jahr.

 

Bericht: Katrin Adenauer

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